Machu Picchu (04.02.14)

Lohnt es sich überhaupt, schlafen zu gehen? Wir stehen um halb zwei auf und bereiten uns auf einen langen Tag in Machu Picchu vor. Mit dem Minibus geht es zuerst nach Ollantaytambo auf den Bahnhof. Dort nehmen wir den ersten Zug nach Aquas Calientes. Während der Zugfahrt wird es hell und man erhält einen ersten Eindruck vom engen Urubambatal und seinem wild schäumenden Fluss. Ab Aguas Calientes fahren Busse durch subtropischen Urwald in zahlreichen Serpentinen nach Machu Picchu hinauf. Unterwegs müssen wir umsteigen, da ein Hang abgerutscht ist und die Straße versperrt.

Machu Picchu: die ersten zwei Stunden erkunden wir das weitläufige Gelände mit einem Reiseführer. Er ist wirklich gut und gibt uns  spannende Einblicke in die hochentwickelte Inkakultur. Und die Anlage ist wirklich beeindruckend. Die sagenumwobene Inkastadt liegt hoch über dem Río Urubamba, umgeben von steil aufragenden Bergen. Wolkenfetzen ziehen zwischen Gipfeln ins Tal und geben der Ruinenstätte etwas Mystisches. Wir besuchen im Rahmen der Führung die wichtigsten Orte und lassen uns durch die Erzählungen in eine andere Zeit versetzen. Ein Inka (König, Anführer, …), so erfahren wir, war kein Mensch mit großen Reichtümern, sondern ein Mensch mit großem Wissen. Das gefällt mir. Nach der Führung lassen wir uns einfach treiben und genießen diese einmalige Atmosphäre.

Um nach Aguas Calientes zurückzukehren, verzichten wir auf den Bus und gehen die steilen Treppen durch den Urwald nach unten. Harte Arbeit für Knie und Waden, aber eindrucksvoll. Die subtropische Pflanzenwelt und kleine Sturzbäche hüllen uns ein, während wir ganz tief unten das braune Band des Río Urubamba sehen. Bis zur Abfahrt des Zuges um halb zehn bummeln wir über den Kunsthandwerksmarkt und gehen essen. Leider hat unser Zug eine Stunde Verspätung und so erreichen wir mit anschließender Bus- und Taxifahrt unser WoMo erst wieder in den frühen Morgenstunden. Hundemüde. Aber es hat sich gelohnt.