Salta (30.12.13 – 01.01.14)

In Cafayate verlassen wir bei Kilometer 4343 die Ruta 40 für den Rest unserer Reise. Wir wollen nach Salta. Und die Fahrt dorthin ist toll. Die Quebrada (Schlucht) de las Couchas bietet sagenhafte Ausblicke auf Gesteinsformationen, von Wasser und Wind gestaltet, in den hier typischen Rottönen. Die besonders ausgefallenen Exemplare haben auch Namen bekommen wie Obelisk, Kröte oder Teufelsschlucht. Ab dem Ort Alemania reihen sich dann die Straßendörfer wieder aneinander, mit schönen Plazas und blühenden Büschen.

Die Fahrt ins Zentrum von Salta und auf den Campingplatz ist großstadtmäßig hektisch. Der Campingplatz ist ein sogenanntes Balnearium, vergleichbar mit unseren Freibädern. Allerdings gibt es hier Tages- und Übernachtungsgäste (Camper), die baden und grillen können. Es ist eine große Leidenschaft der Argentinier, am Wochenende mit Zelt und Fleischvorrat auf einen öffentlichen (Camping-)platz zu fahren und dort ein Asado (Barbecue) abzuhalten. Und jetzt steht der Jahreswechsel vor der Tür. Ein Grund mehr, ein Fest zu feiern. Hier in Salta bietet der Zeltplatz jede Menge Grillstellen und einen riesigen Pool. Und wir sind mittendrin im argentinischen Lifestyle.

Im alten Jahr bummeln wir noch durch Salta. Leider hat das MAAM, das beste Museum Nordargentiniens, geschlossen. Das hätten wir zu gern besucht. Aber auch die Kathedrale und die Iglesia San Francisco sind ein Besuch wert. Und rund um die Plaza  gibt es jede Menge gut erhaltene Kolonialbauten, die man bei einer Auszeit im Restaurant in Ruhe betrachten kann.

Sylvester in Salta ist wie zu Hause. Das Feuerwerk ist klein und bescheiden, unsere Nachbarn, ein argentinisches Pärchen aus Neuquén, feiern ruhig und besinnlich. Andere beschallen uns mit Musik. Eine Gruppe jugendlicher Touristen, die mit einem großen Tourbus reisen, „tanzen“ um den Strommast; dort hängen ihre Handys zum Aufladen. Wir erheben die Gläser dieses Jahr zweimal – zu deutscher und zu argentinischer Zeit.

Feliz Año Nuevo!