Valparaiso und Umgebung (18.12. – 20.12.13)

Es ist nicht der schnellste und auch nicht der kürzeste Weg aus Santiago heraus. Aber doch relativ zielgerichtet. Nach einer kurzen Polizeikontrolle geht es dann zügig Richtung Valparaíso. Im Weintal Casablanca kommen wir endlich zu unserer Weinprobe. Das „Casas del Bosque“ ist eine echte Empfehlung. Schon die Begrüßung ist freundlich. Wir buchen eine englischsprachige Tour mit Verkostung. Unsere Weinführerin ist nett und kompetent und die Gruppe bei der anschließenden Weinprobe sehr gesprächig. Das ganze Umfeld lädt zum Verweilen ein.

Unser nächstes Ziel, Valparaíso, erreichen wir recht schnell. Aber kaum sind wir in der Stadt angekommen, sind wir auch schon wieder draußen und befinden uns in Vina del Mar. Mit einem einsamen Standplatz zum Übernachten wird das hier nichts. Es ist kaum Platz zwischen Hügel und Meer. Die Häuser ziehen sich vom Strand aus die steilen Hänge empor. Zur Erleichterung der Bewohner gibt es Schrägaufzüge zwischen den Appartementanlagen. Beim Stopp am Strand von Renaca (kurz hinter Vina) ergibt sich ein Gespräch mit einem sehr netten und hilfsbereiten Polizeioffizier (in Zivil und mit Sonnenbrille; er könnte in einer amerikanischen Krimiserie mitspielen). Er empfiehlt uns, auf dem Parkplatz an der Uferpromenade zu bleiben; seine Kollegen würden ein wachsames Auge auf unser Auto haben. Also bleiben wir, beobachten die Surfer beim Kampf mit den Wellen und drehen eine Runde an der wirklich schönen Promenade.

Am nächsten Tag fahren wir mit Bus und Metro nach Valparaíso. Die geplante Hafenrundfahrt schenken wir uns wegen des Nebels. Ein Schrägaufzug bringt uns auf den Cerro Alegre. Dort oben bummeln wir durch die Straßen, erhaschen einen vernebelten Blick auf den Hafen und die bunten Häuser am Hang. Einige dieser Häuser wurden mit Geldern der UNESCO schon hergerichtet (Weltkulturerbe), andere stehen kurz vor dem Verfall; sie sind trotzdem bewohnt. Alles in allem ein entspannter Vormittag.

Wir fahren an der Küste entlang weiter Richtung Norden nach Zapallar. Dort wollen wir Weihnachten eigentlich am Strand verbringen. Nur das Wetter spielt nicht mit. Und dieser Küstenstreifen ist abweisend. Man kommt fast nirgends ans Wasser, viele Areale sind privat, mit Mauern umgeben und verstellen den Blick aufs Meer. Nichts zum Wohlfühlen. Wir kehren um und fahren Richtung argentinische Grenze.

Wir wuenschen unseren Familien und Freunden zu Hause auf diesem Weg ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr.