Ushuaia

Wir fahren von Río Grande nach Ushuaia, ans Ende der Welt. Zuerst wieder durch die patagonische Steppe. Dann wird die Landschaft unerwartet lebendig. Am Horizont tauchen schneebedeckte Berge auf, Flüsse mit tiefblauem Wasser winden sich in vielen Kurven durch das braune Land. Wälder mit Bäumen, die ganz hellgrün erscheinen, bilden einen eigenartigen Kontrast. Beim Näherkommen sehen wir, dass das Hellgrün keine Blätter sondern Flechten sind. Wir erreichen Tolhuín und den Lago Fagnano. Ich habe keine Vorstellung, wie groß dieser See ist, aber sein Westufer liegt in Chile. An Schneefeldern vorbei führt uns die Straße hoch zum Paso Garibaldi. Sie ist schmal und uneben und als Beifahrer kann ich kaum ins Tal blicken. Es geht tief hinab, teilweise ohne oder mit zerbeulten Leitplanken. Enge Kurven führen wieder bergab. Ein Lastwagenfahrer vor uns hatte es wohl zu eilig. Sein Anhänger kippte in einer Kurve den Abhang hinunter. Da nur Polizei und keine Ambulanz vor Ort ist, scheint es zumindest für den Fahrer glimpflich ausgegangen zu sein. Im Tal geht es an verschiedenen Skizentren vorbei durch eine Moorlandschaft nach Ushuaia hinein. Dort liegt im Hafen ein großes Kreuzfahrtschiff vor Anker. An der Promenade treffen wir auch gleich ein paar Teilnehmer – Weltreisende aus Deutschland. Die Stadt selbst ist sehr umtriebig, voll mit Menschen und Autos. Aber für die Nacht finden wir einen total romantischen Platz an der Bahía Encerrada. Auf der anderen Seite der Bucht leuchtet das Casino und daneben trommeln die Musiker. Wir erkunden die Sehenswürdigkeiten dieser extrem hügeligen Stadt mit ihren bunt zusammengewürfelten Häusern und buchen eine Reise in die Antarktis.