Salto

Über Treinte y Tres, Melo und Tacuarembó fahren wir quer durch Uruguay. Wir haben ein Ziel: Salto. Die Straße ist an einigen Stellen, und vor allem oft unerwartet, mit tiefen Schlaglöchern übersät, so dass wir nicht allzu schnell vorankommen. Um uns herum flaches, weites Land mit Kühen, Schafen und Pferden, ab und zu ein paar Nandus – und jede Menge Gauchos. Beim Tanken erfahren wir, dass es ein großes Fest am Rio Uruguay gegeben hat. Die Jungs sind wirklich gut drauf und auch die Kinder beherrschen den „Schlachtruf“ der Gauchos schon.

In Salto gönnen wir uns erst einmal eine ausführliche Grundreinigung und relaxen in den Thermen von Arapey und San Nicanor. In San Nicanor steht uns das ganze Gelände zur Verfügung; wir sind die einzigen Gäste. Natur pur, Thermalpool und wir. Und Bruno, ein Hund des Platzbesitzers (wir haben ihn so getauft), der uns auf Schritt und Tritt begleitet. Außer, er liefert sich gerade ein Wettrennen mit einer Herde Nandus. Obwohl die Nandus nur zu trippeln scheinen, hat der ausgewachsene Hund keine Chance gegen sie.

Die Gegend um Salto ist das Obst- und Gemüseanbaugebiet Uruguays. Auf dem Weg zur Grenze fahren wir durch Orangen- und Olivenhaine und an Gewächshäusern mit Tomaten vorbei. Wir haben bereits unsere ganzen Obst- und Gemüsevorräte aufgegessen. Das WoMo wurde bei der Autowäsche um einige Kilos leichter; die Erde Uruguays lassen wir hier.

Unser erster Grenzübergang steht bevor. Man hat in den Reiseführern so viel darüber gelesen; über stundenlange Wartezeiten, Extrazahlungen, komplizierte Abfertigung und dergleichen mehr. Gut, das kann alles noch kommen. Hier in Salto waren alle unglaublich hilfsbereit und zuvorkommend. Nach einem ersten Moment der Orientierungslosigkeit wurden wir durch die (vier) Stationen gelotst und zügig abgefertigt.