Zurueck nach Montevideo

Ich öffne morgens die Augen und sehe blauen Himmel. Der Regen hat aufgehört; es ist zwar noch kalt aber die Sonne wärmt die Seele. Den Bummel durch die Altstadt von Colonia können wir genießen. Man fühlt sich in eine frühere Zeit versetzt.                             

Wir fahren durch das Hinterland zurück nach Montevideo. Der Süden Uruguays ist landwirtschaftliches Gebiet. Nur alles etwas größer und weitläufiger als bei uns.            

„Der Weg ist das Ziel“. Diese Lektion lernen wir heute. Wir müssen auf unserer Fahrt einen Fluss überqueren – aber die Brücke ist überflutet und von der Polizei gesperrt. Also wieder zurück. Eine kleinere Verbindungsstraße (sehr holprig) führt uns zurück zur Küste. Die Küstenstraße kennen wir ja schon, aber jetzt sehen wir wenigstens die Landschaft um uns herum. Und alles wirkt freundlicher, bis auf die unsäglichen Mengen von Müll. Zur Beseitigung sind hier jeden Morgen ganze Kolonnen von Uruguayern unterwegs. Und am Abend sieht es aus wie am Tag zuvor. Ein Problem sind die Plastiktüten. Bei einem normalen Einkauf in Montevideo kommt man unter ungefähr sieben Plastiktüten nicht aus dem Laden. Ob man will oder nicht. Was nicht eingepackt ist, ist nicht bezahlt. Und der Wind hängt die Tüten wie kleine Fahnen in die Baeume.