Buenos Aires

Die Pesos können wir nach dem Mittagessen an Bord einwechseln, auf den einen Stempel im Pass warten wir bis zum Abend. Ich glaube, der südamerikanische „way of life“ wird uns in den nächsten Tagen und Monaten Geduld lehren.

Dann wird auch noch die Abfahrt um einen Tag vorverlegt, so dass wir nur einen einzigen Tag in Buenos Aires verbringen können. Den wollen wir nutzen.

Früh aufstehen, im Hafengelände durch die Sicherheits- und Passkontrolle (nächste Geduldsprobe), mit dem Taxi nach Zárate, weiter mit dem Bus nach Buenos Aires. Die Hinfahrt dauert zwei Stunden und 45 Minuten.

Die Stadt empfängt uns sonnig, staubig, laut. Der Verkehr ist der reinste Irrsinn.

Wir beginnen unsere Besichtigungstour auf der Plaza de Mayo (bekannt durch die Protestmärsche der (Groß-)mütter) vor der Casa Rosada, wo die Präsidentin ihre Amtsräume hat.

Und danach? Um eine Stadt wie Buenos Aires entspannt zu erleben und alles anzuschauen, was mich interessiert, brauche ich mindestens eine Woche.  Vielleicht später …? Ein Tag reicht nur für das sinnliche Erleben unserer ersten südamerikanischen Großstadt. Deshalb setzen wir uns erst einmal in ein Café, um Atmosphäre zu schnuppern und Menschen zu beobachten. Uns bietet sich ein buntes Völkergemisch. Den typischen argentinischen Hauptstädter finden wir nicht heraus.

Eines fällt auf: die Argentinier hier sind mindestens ebenso handyverrückt wie die Italiener.

Wir buchen eine Bustour durch fast alle Stadtteile von Buenos Aires; mit einem offenen Doppeldecker.  An 25 Stationen kann man ein- und wieder zusteigen. Über Kopfhörer bekommen wir die wichtigsten Sehenswürdigkeiten erklärt. Einer unserer Stopps ist natürlich das italienische Viertel La Boca. Eine der berühmtesten Straßen von Buenos Aires ist die Caminito, ein Künstlerviertel mit bunten Häusern und viel Tangoflair. Es ist herrlich, in einer Bar bei einem Glas Bier und guter Musik das Treiben zu beobachten. Hier könnte ich länger sitzen.

Aber dieser eine Tag vergeht wie im Flug. Vor unserer Rückfahrt schlendern wir noch einmal über die Plaza de Mayo – bei Nacht. Die Casa Rosada leuchtet pink im Scheinwerferlicht.

Unsere Rückfahrt dauert nur knapp zwei Stunden. Aber mitten in der Nacht in Zárate ein Taxi zu finden ist eine große Herausforderung. Wir schaffen es; mit unserem Spanglish und freundlichen, hilfsbereiten Nachtschwärmern finden wir „nach Hause“, auf unser Schiff .