Santos

Freitag, 30. August. Wir fahren an zahlreichen kleinen Inseln vorbei und erreichen gegen 17:30 Uhr die ersten Vororte von Santos. In den Buchten drängen sich die Hochhäuser – es gibt nicht viel Platz zwischen Wasser und Bergen.

Kurz vor 19 Uhr ist es jetzt schon dunkel. Wir fahren in ein unglaubliches Lichtermeer. Auf der einen Seite liegt die alte Stadt Santos. Dort ziehen sich die Lichter serpentinenartig die Hügel empor. Gegenüber dominieren wieder Hochhäuser. Einige Fähren und zahlreiche kleine Boote kreuzen unseren Weg hinein in den Hafen. Das „Einparken“ des Frachters ist dann echte Präzisionsarbeit der Lotsenboote. Und auch hier warten schon die Lastwagen und Arbeiter auf ihren Einsatz. Zeit ist Geld.

Aber nicht immer bestimmt der Mensch. Santos verlassen wir erst am nächsten Mittag. Wegen dichten Nebels im Hafengebiet hat sich die Abfahrt aller Schiffe verzögert.

Und jetzt offenbart das Tageslicht, was am Abend zuvor nicht zu sehen war: die kleinen brüchigen Holzhäuser, teils auf Stelzen, entlang des Uferstreifens, die Favelas an den Hängen – dort stapeln sich die Häuser regelrecht aufeinander. Daneben Tennisplätze, schicke Yachthäfen und der Strand von Santos.

Es ist Samstag und viele verbringen diesen Tag am und auf dem Wasser.