Atlantikueberquerung

Wasser, Wasser und nichts als Wasser.

Am 26. August überqueren wir morgens um 7 Uhr völlig unspektakulär den Äquator. Kurz darauf sind wir in brasilianischen Gewässern unterwegs.

Unsere einzigen Begleiter sind ein paar Vögel. Sie schlafen nachts auf dem Vorderdeck. Die Zeit verbringen wir mit der Lektüre von Reiseführern und natürlich unseren Spanischbüchern.

In der Nähe der brasilianischen Küste sehen wir nachts den Lichterstreifen von Recife. Und entfernt einzelne Fischerboote.

Aber eine Atlantiküberquerung hat bei gutem Wetter auch meditative Momente.

Ich sitze bei angenehmen Temperaturen und einer leichten Brise auf dem obersten Deck und schaue in den Himmel. Sehe den Wolken zu wie sie in immer neuen Formationen Bilder ins Blau malen und weiterziehen. Das Schiff wiegt mich ganz sanft hin und her. Endlose Weite und keine Seele weit und breit. Der Wind verfängt sich in den Aufbauten und erzeugt Töne – es klingt fast wie Walgesang.

Auch an diese Stunden werde ich mich später erinnern.

Wir fahren inzwischen an der brasilianischen Küste entlang. Unser Weg führt uns einige Zeit zwischen Ölfeldern hindurch. Die Lichter der Bohrtürme tanzen bei Nacht über dem Wasser wie kleine Gespenster.