Von Hamburg nach Antwerpen

Es gibt drei feste Termine für uns Passagiere an Bord: 7:30 Uhr – 9:00 Uhr Frühstück, pünktlich um 12 Uhr Mittagessen, pünktlich um 18 Uhr Abendessen. Unser Koch gehört zum italienischen Teil der Mannschaft; und das Essen ist typisch italienisch. Das heißt mittags und abends gibt es jeweils drei Gänge. Da ist es echt harte Arbeit, am Ende der Reise noch in die Hosen zu passen. Insgesamt besteht die Crew aus 26 Männern. Neben den Italienern arbeiten Philippinos an Bord. Und alle sind – vom Kapitän bis zum Steward – ausgesprochen freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen. Auf die Brücke können wir ohne Anmeldung jederzeit gehen, bekommen alles erklärt, was uns interessiert. Außer der Kapitän ist sehr beschäftigt, wie kurz vor Antwerpen. Um den Hafen anzufahren benötigen wir drei verschiedene Lotsen: für die Einfahrt in den Kanal, für die Fahrt durch den Fluss (Schelde) und für die Schleuse (wir passen gerade so hinein) bis zum Anlegeplatz. Für uns ist das alles ein interessantes Schauspiel. Wie auch das Be- und Entladen im Hafen selbst. Unsere Autos mussten dafür von Bord und bekamen später einen neuen Standplatz. Neben Containern, neuen Autos und vier weiteren Passagieren kommen natürlich auch ausreichend Bordverpflegung (!) und neue Stühle fürs „Sonnendeck“ an Bord. Spannende Tage für eine Landratte wie mich.